„ Komm, wir bauen das neue Europa!“

Uschi Schmitt

Dr. Pierrette Herzberger-Fofana stellte die Grundzüge „Grüner Europapolitik“ vor. Sie möchte am 26. Mai ins Europäische Parlament einziehen, um sich für die Rechte der Frauen und Migrantinnen besonders einzusetzen.

Der Weg ist diesmal gar nicht so weit. Immerhin auf Listenplatz 21 hat es die ursprüngliche Senegalesin, die aber  in Bamako geborene Tochter einer Christin und eines Muslimen geschafft. Das bedeutet, wenn am Sonntag, den 26. Mai 21% deutschlandweit für die GRÜNEN stimmen, dann kann die Erlanger Stadträtin noch im Sommer ein Büro in Brüssel beziehen. Ihre Schwerpunkte  sind Frauenfragen „Meine Kandidatur soll Frauen ermutigen, politisch aktiv zu werden“   und insbesondere Migrantinnen, denn sie ist seit Jahrzehnten für sie tätig und erklärt:

Unsere Partei, Bündnis 90/die Grünen, verzeichnet z.Z. einen immensen Zuwachs an Mitglieder*innen  und  mein Traum  ist, dass wir auch einen Zuwachs an Frauen mit verschiedener kultureller Herkunft bekommen könnten. Wir müssen sie ermutigen den Sprung in die Politik zu wagen.

Besonders am Herzen liegt ihr die Beziehungen zu Ländern der südlichen Hemisphäre und fährt immer wieder nach Afrika, wo sie gute Beziehungen zu den politischen Parteien und Frauenorganisationen hat.  Der Dialog Nord-Süd soll wieder belebt werden und zwar  „auf Augenhöhe,“  um gemeinsame Lösungen in der Flüchtlingsfrage zu finden. Die Entwicklungspolitik gehört somit zu einem ihrer Schwerpunkte.

Herzberger-Fofana möchte da auch ein starkes Gegengewicht zum designierten Afrikaexperten der rechtspopulistischen Partei sein. Sie  will ein Europa der Inklusion mitgestalten, in dem alle Menschen unabhängig von der Herkunft,  ihrer Religion, des Alters und ihrer sexuellen Orientierung, sich entsprechend ihrer Eignung entfalten können. Sexismus, Antisemitismus und Rassismus, „racial profiling“,  haben keinen Platz in Europa.

Es kann nicht sein, dass Menschen  heutzutage, auch in Deutschland aufgrund ihrer Hautfarbe diskriminiert oder benachteiligt werden. „Racial profiling“ (willkürliche Gesichtskontrolle)aufgrund der Hautfarbe soll bekämpft werden.

 „Ich finde, dass das EU-Parlament die Gesellschaft der europäischen Staaten widerspiegeln sollte.“

Auch die Not der Rentnerinnen in manchen EU-Ländern lässt sie nicht kalt. Sie unterstützt daher voll und ganz die GRÜNE Forderung nach einer sozialen Absicherung für Mütter und Frauen, die gearbeitet, aber wenig Rentenbeiträge gezahlt haben und folglich kleine Rente beziehen. Frauen, die zum Aufbau Europas beigetragen haben, sollen in Würde im Alter leben.

Klimawandel und die Naturzerstörung  sind die großen Herausforderungen unseres Jahrhunderts. Die Grünen streben  danach die EU zum weltweiten Vorreiter für Klimaschutz. Keine Neuzulassung schadstoffreicher Autos  mehr ab 2030.  Ein Ende der Kern-und Kohlekraftwerke gilt es einzuhalten.

 Uschi Schmidt bedankt sich mit einerr selbstgenähten Tasche und einer Tasse

Ein Verbot von Plastikverpackungen gilt es auszuweiten. Nur so kann das 2 Grad Ziel gemäß dem Pariser Klimaabkommen  noch erreicht werden.

GRÜNE Europapolitik bedeutet auch eine Stärkung der Kommunen. EU-Fördergelder sollen künftig direkt ausbezahlt werden, damit viel EU in die kleinen Orte kommt.

Die Seenotrettung muss ausgebaut werden, nach dem Vorbild Erlangens könnten auch andere Städte handeln.

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